Es ist Kunst-Zeit in der Kulturfabrik und erstmals dient ein übergreifendes Thema als Leitmotiv einer Ausstellung: die Berge. Im Allgäu sind sie allgegenwärtig – als geliebte Aussicht, als Sehnsuchtsort, als Herausforderung. Doch Berge sind mehr als Landschaft: sie sind Projektionsfläche, Widerstand, Mythos und Realität zugleich.
Auf die Frage, warum er den Mount Everest besteigen wolle, antwortete der britische Bergsteiger George Mallory einst schlicht: „Because it´s there“. In dieser Antwort stecken Neugier, Notwendigkeit, genauso wie Pragmatismus und eine Spur von Trotz. Der Berg ist da, unübersehbar - er zieht an und fordert heraus.
Die Ausstellung versammelt diese Auseinandersetzung in Positionen von elf zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, die den Berg als äußere Realität ebenso befragen wie als inneres und gesellschaftliches Bild. Zwischen monumentaler Skulptur, sinnlicher Malerei, zerbrechlichen Erhebungen und einnehmenden Installationen entfaltet sich ein vielschichtiger Blick auf das, was sich vor uns auftürmt – materiell wie metaphorisch.
Die Künstlerinnen und Künstler kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Einige setzen sich seit Langem mit dem Motiv des Berges auseinander, andere haben es neu für sich entdeckt oder präsentieren ihre Arbeiten in einem ungewohnten Kontext.
Allen gemein ist ihre überregionale bis internationale künstlerische Tätigkeit. Die Werke von Christine Lederer sind aktuell in der Albertina in Wien zu sehen. Leonie Felle wurde kürzlich mit dem Bayerischen Atelierpreis des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Leopold Strobls Bilder sind Teil der permanenten Sammlung des MoMA in New York. Strobl war auch 2024 auf der Biennale in Venedig vertreten, ebenso wie Stephan Huber in früheren Jahren.
Begleitprogramm
Rundgang mit Apéro durch die Ausstellung mit Gesprächen mit beteiligten Künstler:innen und der Kuratorin.
Mittwoch, 20. Mai, 18:00Uhr
Mittwoch, 17. Juni, 18:00Uhr
Mittwoch, 16. September, 18:00Uhr
Für Kinder ab 8 Jahre.
Dienstag, 7. Juli, 15:00Uhr
"Nicht die Fülle, nicht die Idylle, nicht der Berg" Lyrik von Claudio Landolt zu seiner Soundinstallation in der Ausstellung.
Freitag, 25. September, 18:00Uhr
"AD PARNASSUM" Musik über Schicksalsberge mit klingendem Namen. Moderne Klassik mit Flöte, Elektronic, Vibraphone, Percussion und Saxophon. Werkzyklus von Stefan Stefinsky.
Sonntag, 27. September, 18:00Uhr