"Geliebte Gabi. Ein Mädchen aus dem Allgäu - ermordet in Auschwitz"

10. November 2019 bis 26. Januar 2020

Das Bayerische Fernsehen (BR) war bei uns, den Beitrag können Sie hier anschauen.

Oder unter folgendem Link:

https://www.br.de/mediathek/video/ausstellung-in-lindenberg-geliebte-gabi-av:5dcc07be2786bb001a37a22e

 

Begleitprogramm zur Ausstellung:

 

Film "Leni...muss fort" von Leo Hiemer mit Filmgespräch

(vergünstiger Eintritt mit Museumsticket)

Samstag, 23. November 2019

20:00 Uhr, Neues Krone Kino

weitere Filmvorführungen am:
Montag 25.11., 18:00 Uhr, Freitag 06.12., 17:30 Uhr,
Montag, 16.12., 18:00 Uhr, Sonntag 05.01., 17:30 Uhr,
Montag, 13.01., 18:00 Uhr, Sonntag, 26.01., 20:00 Uhr

Führung durch die Ausstellung mit Leo Hiemer

Mittwoch, 27. November 2019

18:00 Uhr, Deutsches Hutmuseum

Lesung von Leo Hiemer aus seinem Buch
"Gabi (1937-1943). Geboren im Allgäu. Ermordet in Auschwitz."

Samstag, 28. Dezember 2019, anlässlich des Festes der unschuldigen Kinder

19:00 Uhr, Deutsches Hutmuseum

Erinnerungscafé. Zeitzeugengespräche und Berichte über NS-Verfolgungsgeschichten aus Lindenberg und Umgebung

Donnerstag, 16. Januar 2020

15:00 Uhr, Deutsches Hutmuseum

Führungen für Schulklassen ab 8:30 Uhr,

buchbar bei angelika.schreiber@lindenberg.de

Freitag, den 22. und 29. November 2019

Freitag, den 06., 13., 20. Dezember 2019

Freitag, den 10., 17., 24. Januar 2020

 

 

 

Die Wanderausstellung „Geliebte Gabi. Ein Mädchen aus dem Allgäu – ermordet in Auschwitz“ gibt Einblick in das Leben von Gabriele Schwarz. Fünf glückliche Jahre verbrachte die Kleine im Kreis einer Bauernfamilie, geliebt wie ein eigens Kind.

Doch wie hunderttausende andere Kinder wurde auch Gabi ein Opfer des Rassenwahns der Nationalsozialisten. Ihre Mutter war eine Jüdin aus Augsburg. Den Vater hat sie niemals genannt, wahrscheinlich ein Nicht-Jude, dem wegen Rassenschande der Prozess gemacht worden wäre. Gabi selbst aber galt nach einer Ausnahmeregelung der Nürnberger Rassengesetze von 1935 als „Volljüdin“. 1942 wurde ihre Mutter ermordet, ein Jahr später hieß es auch für die kleine Gabi Abschied nehmen von ihrer Allgäuer Heimat.

Über das Zwischenlager München-Berg am Laim kam sie nach Auschwitz, wo sie an Ort und Stelle in der Gaskammer umgebracht wurde.

In fünf Stationen kann man ihr Aufwachsen auf dem Bauernhof verfolgen. Viele Fotos wurden von ihr gemacht, von denen eine Auswahl in der Ausstellung gezeigt wird. Spiel- und Anziehsachen, die mal Gabi gehört haben, sind zu sehen, in einer Hörstation wird ihr Schicksal nach dem Abschied von ihren Pflegeeltern erzählt, in einer Videostation erinnern sich Zeitzeugen an das kleine Mädchen. Die letzte Station ist dem Gedenken gewidmet, die überschrieben ist: „Gabi lebt solange wir uns an sie erinnern.“

Die wissenschaftliche Grundlage, die Fotos und die gezeigten Exponate lieferte der Allgäuer Autor und Filmemacher Leo Hiemer, der sich mit Gabis Schicksal intensiv beschäftigt hat. 2019 legte er sein Buch „Gabi (1937—1943). Geboren im Allgäu – ermordet in Auschwitz“ vor, in dem er das Ergebnis seiner langjährigen Forschungen präsentiert. Leo Hiemer ist auch im Rahmenprogramm der Ausstellung zu sehen: er liest aus seinem Buch, führt durch die Ausstellung und begleitet seinen Spielfilm „Leni …muss fort“, der in den örtlichen Kinos gezeigt wird. Kuratiert wurde die Ausstellung von der Volkskundlerin Regina Gropper M.A.

In einem Erinnerungscafé sollen Zeitzeugen und Fachleute Gelegenheit erhalten, Verfolgungsgeschichten vor Ort vorzustellen. Möglich wurde die Wanderausstellung durch eine Förderung des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Programms „LandKULTUR“ sowie eines Zuschusses der Bezirk Schwaben Stiftung für Kultur und Bildung.

Gabi im winterlichen Stiefenhofen

Stiefenhofen im WinterGabi im KinderwagenGabi beim Schnee schaufelnGabi mit roter Mütze und Katze im SchneeGabi mit ihrer Mutti Lotte beim Skifahren